6 Trainingsmythen die ihr vergessen solltet

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Egal ob auf Facebook, auf der Arbeit oder im Studio, überall warten tagtäglich begeisterte Hobby Sportler darauf, euch mit Trainingstipps zu versorgen. Zwar meinen es die meisten von ihnen gut, geben aber oft nur das wieder, was sie online aufgeschnappt haben – oder ihnen der Typ mit dem breiten Kreuz und dem Muskelshirt gesagt hat… denn er muss es ja wissen, oder?

Wir sehen uns heute 6 der beliebtesten und am weitverbreitetsten Trainingsmythen an und versuchen zu klären, was wirklich an ihnen dran ist.

1. Frauen werden durch Freie Gewichte zu männlichen Muskelpaketen – über Nacht!

Wir wissen nicht genau wo dieser Aberglaube herkommt, aber viele Frauen und auch manche Männer scheinen zu glauben, dass Frauen schon durch etwas Zeit im Freihantelbereich zu einer weiblichen Version von Arnold Schwarzenegger werden. Klimmzüge? Kreuzheben? Ein paar Sätze und schon wächst das Kreuz unaufhörlich… und der einzige Weg dies zu vermeiden ist auf pures Cardio Training zu setzen!

Das ist natürlich Schwachsinn, auch Frauen können von regelmäßigem Krafttraining profitieren. Es verbessert die Haltung, die allgemeine Gesundheit und sorgt nebenbei dafür, dass alles straff bleibt. Gerade durch den niedrigeren Testosteronspiegel fällt es Frauen sogar schwerer große Mengen Muskulatur aufzubauen und zu erhalten. Frauen müssen sich also keinerlei Gedanken machen zu schnell oder gar „zu viele“ Muskeln aufzubauen. Ergänzt also Kraft- und Cardio Training miteinander und erlebt wie sich eure Form und Leistungsfähigkeit drastisch verbessern werden.

2. Fortschritt sieht man am besten auf der Waage!

Gerade viele Trainingsanfänger, aber auch fortgeschrittene Trainierende glauben hartnäckig daran, dass die Zahl auf der Waage nicht nur der beste, sondern auch der einzige Weg ist um den Trainingsfortschritt zu messen. Zwar ist das Körpergewicht durchaus eine Möglichkeit seinen Abnehmerfolg zu messen, doch bezieht es nicht ein, dass durch regelmäßiges Training auch Muskelmasse aufgebaut wird.

Achtet also darauf nicht nur auf die Waage, sondern auch in den Spiegel zu schauen. Denn auch wenn sich euer Gewicht nicht verändert, wenn ihr auf einmal in eine engere Hose passt, haben sich eure Form und euer Körperfettanteil trotzdem verbessert. Auch kann es helfen ein Trainingstagebuch zu führen, in dem ihr eure Kraftwerte und Leistungen eintragt. Gehen diese Werte Woche für Woche nach oben, macht ihr auch Fortschritte – auch wenn die Waage etwas anderes sagt und sich der Zeiger hartnäckig auf einer Stelle hält.

3. Zum Ab- und Zunehmen braucht man nur Training

Regelmäßiges Training ist ein guter Weg um seine Fitness zu verbessern. Wenn die Ernährung dabei allerdings auf der Strecke bleibt, kann man auf die purzelnden Pfunde oder prallen Muskeln lange warten. Egal ob Cardio- oder Krafttraining, wenn die Ernährung nicht auf das jeweilige Ziel ausgerichtet ist, wird man wenig Erfolg haben und am Ende frustriert aufgeben.

Die richtige Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining und einer angepassten Ernährung ist der effizienteste Weg um seine Fitness Ziele zu erreichen. Achtet auf euren Kalorienhaushalt und darauf, ob ihr genug Proteine und Fette zu euch nehmt.

Auch wenn wir uns das Thema für einen anderen Artikel aufbewahren: Fett ist gut für euch und wichtig für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Kauft nicht nur „low fat“ Produkte sondern gebt eurem Körper die Fettsäuren die er dringend benötigt.

4. Training ohne Studio? Vergiss das gleich wieder!

Vielen Trainingsanfängern wird gerne gesagt, dass es sinnlos ist ohne Mitgliedschaft im Fitnessstudio Sport zu treiben. Aber die Wahrheit könnte nicht weiter von dieser Aussage entfernt sein. Dieser Satz war auch ein Grund für uns, diese Seite überhaupt ins Leben zu rufen. In unseren Kategorien haben wir für euch mehrere Artikel rund um Sport zu Hause verfasst und euch auch Videos zu Übungen bereitgestellt, die ihr ohne Equipment und überall ausführen könnt.

Aber auch wenn euch einfach nur die Atmosphäre eines Fitnessstudios nicht zusagt, ihr aber trotzdem mit Gewichten trainieren wollt, kann euch geholfen werden. Denn wenn man es sich einmal überlegt, braucht man lediglich ein einfaches Power Rack und Gewichte um zuhause Krafttraining zu betreiben. So ein Power Rack erlaubt es euch sicher und alleine zu trainieren, ohne beim Bankdrücken oder Kniebeugen Angst haben zu müssen.

Sportmythen über Sport zu Hause

5. Ohne tägliches Training geht es nicht

Auf den ersten Blick scheint diese Aussage nicht komplett falsch zu sein, denn man sagt ja auch „von viel kommt viel“, nicht wahr? Falsch. Der Menschliche Körper braucht Ruhephasen und kann sich nur optimal regenerieren und erholen wenn wir ihm die Zeit dazu geben. Beispielsweise würde es wenig bringen jeden Tag ins Fitnessstudio zu rennen um den Bizeps aufzupumpen.

Die Muskulatur kann diesem Pensum einfach nicht standhalten und wird so auf Dauer nur schwächer. Versucht eine Mitte zu finden und baut sowohl Kraft- als auch Ausdauertraining in euren Trainingsplan ein. Drei nicht aufeinanderfolgende Tage mit einem Ganzkörperplan und Zwei Tage Ausdauertraining pro Woche sind hierbei ein guter Richtwert für Trainingsanfänger.

6. Ausdauertraining ist schlecht für den Muskelaufbau

Oft hört man diesen Spruch von Leuten die zwar viele Muskeln mit sich herumschleppen, aber schon nach einer kleinen Treppe ins Schwitzen geraten. Leider wird viel zu schnell vergessen, dass auch das Herz ein Muskel ist, der trainiert werden will. Das muss allerdings nicht bedeuten, dass stundenlanges Fahrrad fahren Pflicht ist. Auch Zirkeltraining oder HIIT Workouts eignen sich wunderbar dazu, dem Herzen auf die Sprünge zu helfen. Als kleine Motivationshilfe sei noch gesagt, dass sich ein stärkeres Kreislaufsystem auch positiv auf den Muskelaufbau auswirkt.

Zum Schluss möchten wir euch noch einmal darauf hinweisen, dass es noch unzählige solcher Trainingsmythen gibt. Ihr solltet also nicht immer alles für bare Münze nehmen, nur weil die Person die es sagt breit ist, oder die Homepage einen professionellen Eindruck macht. Schreibt uns auch gerne eure Lieblingsmythen und Meinungen in die Kommentare, wir freuen uns wie immer darauf von euch zu hören!

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